Über Buchcover und Titel

Welcher Bücherwurm kennt das nicht: Man steht in der Buchhandlung und entdeckt ein wunderschönes Cover. Das Buch ist somit schon halb gekauft. Ich selbst bin so ein Mensch. Ich suche mir die Bücher meist nach Cover aus, und wenn der Klappentext dann auch passt, wandert das Buch in den Einkaufswagen. Deshalb ist für mich die Covergestaltung wichtig.

Die meisten Cover unterscheiden sich von Land zu Land, ebenso wie die Titel. Auf dieser Seite möchte ich ein paar Cover und Titel von deutschen und englischen (egal ob britisch oder amerikanisch, sondern einfach mit englischem Text) Ausgaben vergleichen. Man hört immer wieder, dass die deutschen Cover nicht so schön sind wie die englischen, ich kann das aber nicht immer unterschreiben. Unten habe ich 10 Titel herausgesucht, bei denen ich Titel und Cover gegenüberstelle.

Der Keller – Richard Laymon

Bei diesem Roman wird der Titel von „Beast house Chronicles“ zu „Der Keller“ geändert. Beide Titel passen zum Inhalt des Buches, für mich ist aber klar, da es im englischen Titel um ein Haus geht und im deutschen um einen Keller, kann das Cover schlecht gleich sein. Da beide Cover zu Titel und Inhalt passen, finde ich es noch schwierig, einen Favoriten zu küren. Mit einem ganz kleinen Vorsprung gewinnt aber hier für mich das Cover der englischen Ausgabe. Und das hat einen einfachen Grund: ich habe mir den Keller immer etwas anders vorgestellt, als auf dem deutschen Cover dargestellt, aber das Haus habe ich mir in etwa so wie auf dem englischen Cover vorgestellt.

Rache – Richard Laymon

Der englische Titel dieses Romans lautet „Come out tonight“. Der deutsche Titel passt in meinen Augen besser zum Inhalt als der englische. Die Cover sind beide nicht vielaussagend, hier finde ich aber das deutsche Cover besser, weil die meisten Cover von Laymon einfach im gleichen Stil gemacht sind. Das englische Cover (ich habe mehrere angeschaut, bevor ich mich für das entschieden habe) gefällt mir leider gar nicht. Keines der englischen Cover, die ich angesehen habe, hat mir wirklich gefallen.

Kill Creek – Scott Thomas

Der Titel ist sowohl im Deutschen, als auch im Englischen identisch. Da es sich um das Haus am Kill Creek handelt, ist der Titel durchaus aussagekräftig. Das ist eines der wenigen Cover, an denen so gut wie nichts geändert wurde. Einzig die Schriftzüge wurden geändert und umplatziert. Da es sich ja wirklich nur um kleine Details handelt fällt mir auch hier die Entscheidung nicht leicht. Das Deutsche Cover gefällt mir hier ein wenig besser, ich finde einfach, es hat den Platz besser ausgenutzt.

Die unglaubliche Flucht des Uriah Heep – H. G. Parry

Der englische Titel „The unlikely Escape of Uriah Heep“ wurde einfach ins Deutsche übersetzt. Da die beiden Titel das gleiche bedeuten, passen sie auch beide sehr gut zum Inhalt. Das englische Cover passt wohl besser zum Buch, aber ich finde es fast ein wenig langweilig. Es wäre übertrieben zu behaupten, dass das deutsche Cover aufregender wäre, aber es gibt doch ein wenig mehr her als nur ein Bücherregal, weshalb es mir auch besser gefällt.

Ein ganzes halbes Jahr – Jojo Moyes

Im Vergleich zum englischen Titel „Me before you“ finde ich den deutschen Titel passender.
Bei den Covern stellt sich heraus, dass das britische Cover der deutschen Version nicht unähnlich ist. Das US-Cover wiederum ist ganz anders. Von diesen drei Versionen gefällt mir die britische Variante am besten. Der Grund dafür ist, ich finde es ist farblich einfach besser als die deutsche Version. Das amerikanische Cover hat für mich zu wenig Details und die Hintergrundfarbe finde ich etwas zu grell.

Hamish MacBeth geht auf die Pirsch – M. C. Beaton

Bei den Titeln gebe ich dem englischen den Vorsprung. „Death of a Cad“ sprich „Tod eines Schurken“ passt für mich besser zur Geschichte als „Hamish geht auf die Pirsch“. Das englische Cover ist viel farbenfroher als die deutsche Version. Allerdings stimmt das deutsche Cover für mich eher mit meiner Vorstellung/Erinnerung der Landschaft von Schottland überein. Deshalb gefällt mir auch hier das deutsche Cover besser.

Der Nebel – Stephen King

Die Titel passen beide zur Geschichte, denn auch hier wurde der englische Titel „The Mist“ einfach ins Deutsche übersetzt. Das deutsche Cover passt meiner Meinung nach besser zum Inhalt, auch wenn es ein kleiner Spoiler ist. Auch die Art, wie das deutsche Cover gestaltet ist, dass die Tentakel gezeichnet und nicht fotografiert sind, gefällt mir sehr gut. Hingegen das englische Cover ist für mich nicht aussagekräftig genug. Deswegen siegt auch hier das deutsche Cover

Mieses Karma – David Safier

Der Titel wurde (hier einmal umgekehrt) ins Englische übersetzt. Ich finde den deutschen Titel aber etwas besser, da „Bad Karma“ viel schlechter klingt, während das Wort „mies“ das ganze etwas lockerer rüber bringt. Obwohl es eigentlich ein deutsches Buch ist, gefällt mir hier das englische Cover besser. Man sieht mehrere Stufen auf dem Weg ins Nirvana, während auf dem deutschen Cover nur die Stufe „Ameise“ abgebildet ist.

The Passengers – John Marrs

Der Titel ist bei beiden Versionen genau gleich. Das Cover allerdings unterscheidet sich sehr wohl. Während das deutsche Cover sehr schlicht gehalten ist, überzeugt das englische Cover mit einer präzisen Darstellung des Inhalts. Ich finde beide Cover schön, aber das englische passt einfach besser zum Buch, weshalb es diese Abstimmung gewinnt.

Der Exorzist – William Peter Blatty

Der Titel ist auch hier in beiden Versionen einfach übersetzt worden. Bei der englischen Ausgabe habe ich das Cover der „440th Anniversary Edition“ genommen. Dieses Cover zeigt einfach ein Gesicht – alles in rot gehalten. Das deutsche Cover zeigt Regan und die Ausgeburt des Teufels in der Form von Regan – das ganze in der Form eines Petruskreuzes und in grün gehalten. Ich finde die deutsche Version besser, es hat einfach ein paar feine Details mehr und es passt für mich einfach besser zum Inhalt des Buches.