
Stacking Doll
8. Juli 2026
Tritt ein oder kehr um! Dies ist Erebos.
Nick ist besessen von Erebos, einem Computerspiel, das an seiner Schule von Hand zu Hand weitergereicht wird. Die Regeln sind äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er muss dabei immer allein sein und darf mit niemandem über Erebos reden. Wer dagegen verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel nicht mehr starten. Was aber am merkwürdigsten ist: Erebos erteilt Aufträge, die in der realen Welt ausgeführt werden müssen. Und dann befiehlt das Spiel Nick, einen Menschen umzubringen.
Meinung / Rezension
Von Erebos hatte ich schon viel gehört. Da mir Ready Player One damals gut gefallen hatte, dachte ich, dass auch dieses Buch etwas für mich sein könnte. Die Geschichte entwickelte sich zwar anders, als ich es erwartet hatte, das ist aber keineswegs negativ gemeint, eher im Gegenteil. Allerdings brauchte ich etwas Zeit, um richtig in die Handlung hineinzufinden. Der Einstieg zog sich für mich deshalb ein wenig.
Da ich selbst gerne Computerspiele spiele, hat mir besonders der RPG-Aspekt sehr gefallen. Die Spielwelt wird so detailliert beschrieben, dass man sie sich problemlos vorstellen kann und sich fast fühlt, als würde man selbst Erebos spielen. Relativ früh hatte ich eine Vermutung, worauf die Geschichte hinauslaufen könnte. Wenn man jedoch bedenkt, wann das Buch erschienen ist, finde ich die Grundidee unglaublich innovativ. Das eigentliche Warum blieb für mich trotzdem lange ein Rätsel – und genau das machte den Reiz der Geschichte aus.
Besonders gefallen haben mir auch die Charaktere. Viele sind mir schnell ans Herz gewachsen, und ich habe sie gerne auf ihrem Weg begleitet. Dabei mitzuerleben, wie sie immer tiefer in die Machenschaften rund um Erebos hineingezogen werden, sorgte für eine konstant spannende Atmosphäre.
Für mich hätte die Geschichte nach diesem Band aber auch gut abgeschlossen sein dürfen. Das Ende fühlt sich rund an und funktioniert hervorragend als eigenständiger Roman.
Idee / Umsetzung
Eine spannende und für ihre Zeit überraschend innovative Grundidee. Die Verbindung zwischen Realität und Spielwelt ist hervorragend umgesetzt.
Spannung
Nach einem etwas langsameren Einstieg nimmt die Geschichte immer mehr Fahrt auf. Vor allem das Rätsel hinter Erebos sorgt dafür, dass man unbedingt weiterlesen möchte.
Lesevergnügen
Sobald ich in der Geschichte angekommen war, hat mich das Buch richtig gepackt. Besonders der RPG-Aspekt hat mir viel Freude bereitet.
Charaktere
Die Figuren sind sympathisch und wirken glaubwürdig. Gerade ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte macht sie interessant.
Schreibstil
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig. Die Beschreibungen der Spielwelt sind so lebendig, dass man sie sich mühelos vorstellen kann.
Fazit:
Ein spannender Jugendthriller mit einer innovativen Idee, die auch heute noch erstaunlich gut funktioniert. Trotz eines etwas langsameren Einstiegs hat mich Erebos mit seiner Mischung aus Spielwelt, Spannung und sympathischen Charakteren überzeugt.
- Autor: Ursula Poznanski
- Verlag: Loewe
- Ausgabe: Hardcover
- Seiten: 496
| Idee/Umsetzung | |
| Spannung | |
| Lesevergnügen | |
| Charaktere | |
| Schreibstil | |
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Durchschnittlich
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