
Das achte Opfer
10. Juli 2026
EREBOS IST ZURÜCK… UND HAT DAZUGELERNT
Als Nick auf seinem Smartphone ein vertrautes Icon in Gestalt eines roten E entdeckt, glaubt er zuerst an einen Zufall. Aber dann wird ihm klar: Erebos hat ihn wiedergefunden…
Der sechzehnjährige Derek hingegen ist nur kurz misstrauisch, als das rote E auf seinem Handy aufleuchtet. Zu spät begreift er, dass er selbst zu einer Spielfigur geworden ist. Und es um viel mehr geht, als er sich je hätte vorstellen können…
Meinung / Rezension
Nachdem Band 1 für mich eigentlich gar keine Fortsetzung gebraucht hätte, konnte ich mich dann doch nicht beherrschen. Ich musste einfach wissen, wie Erebos in Zeiten von Smartphones in den Krieg zieht. Besonders gespannt war ich darauf, wie sich die Charaktere aus dem ersten Band entwickelt haben. Mittlerweile sind sie erwachsen geworden, und ich wollte unbedingt wissen, ob Nick mit Erebos besser umgehen würde als damals in seiner Jugend.
Natürlich spielt Erebos auch dieses Mal absolut nicht fair – alles andere hätte mich auch überrascht. Wie sich die Geschichte schlussendlich entwickelt, hätte ich allerdings nie vorhersehen können. Das Ende war für mich wirklich genial und hat mich komplett überrascht.
Trotzdem konnte mich der zweite Band nicht ganz so überzeugen wie sein Vorgänger. Immer wieder gab es Entscheidungen der Figuren, die ich nur schwer nachvollziehen konnte. Dass Jugendliche unter dem Einfluss von Erebos Fehler machen, konnte ich im ersten Band noch gut verstehen. Hier handelt es sich jedoch grösstenteils um Erwachsene. Natürlich setzt Erebos sie massiv unter Druck, trotzdem gab es einige Momente, in denen für mich eine persönliche Grenze überschritten wurde und ich anders gehandelt hätte. Dadurch hat mich die Geschichte stellenweise etwas verloren.
Idee / Umsetzung
Die Idee, Erebos in die heutige Zeit mit Smartphones zurückzubringen, funktioniert überraschend gut. Gleichzeitig erweitert der zweite Band die Geschichte sinnvoll, ohne sich wie eine reine Wiederholung anzufühlen.
Spannung
Die Spannung bleibt durchgehend hoch und das Ende konnte mich komplett überraschen. Gerade die Entwicklung zum Schluss hat mir richtig gut gefallen.
Lesevergnügen
Ich wollte unbedingt wissen, wie sich die Geschichte weiterentwickelt. Einige Entscheidungen der Figuren haben mich jedoch immer wieder aus dem Lesefluss gerissen.
Charaktere
Es war schön, bekannte Figuren aus Band 1 wiederzutreffen und ihre Entwicklung mitzuerleben. Einige ihrer Entscheidungen konnte ich allerdings nur schwer nachvollziehen.
Schreibstil
Der Schreibstil ist erneut flüssig und angenehm zu lesen. Dadurch entwickelt die Geschichte trotz ihrer Länge ein gutes Tempo.
Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung mit einer spannenden Grundidee und einem überraschenden Ende. An den ersten Band reicht Erebos 2 für mich zwar nicht ganz heran, trotzdem ist es eine lesenswerte Fortsetzung für alle, die wissen möchten, wie Erebos seinen nächsten Zug macht.
- Autor: Ursula Poznanski
- Verlag: Loewe
- Ausgabe: Hardcover
- Seiten: 512
| Idee/Umsetzung | |
| Spannung | |
| Lesevergnügen | |
| Charaktere | |
| Schreibstil | |
|
Durchschnittlich
|
|




