
Assistant to the Villain
19. März 2026
Arkham im Oktober 1951. Immer mehr Menschen werden nach schrecklichen Erlebnissen in das verrufene Sanatorium von Arkham eingewiesen. Dr. Reynolds, stellvertretender Leiter der psychiatrischen Einrichtung, bekommt Besuch von einem geheimnisvollen Fremden. Dieser weiß um die Ursache des Wahnsinns, der wie eine ansteckende Krankheit um sich greift… und möchte diese für seine eigenen Zwecke missbrauchen…
Meinung / Rezension
Dieses Buch ist ziemlich speziell – allein schon vom Aufbau her. Der Roman ist episodisch gestaltet: Manche Kapitel bestehen aus Patientenakten, andere aus Geschichten, die die Patienten selbst erzählen. Dadurch fühlt sich jede Episode wie eine kleine, eigenständige Horrorgeschichte an, während sich nach und nach ein grösseres Bild rund um das Sanatorium zusammensetzt. Dazwischen entfaltet sich die Rahmengeschichte, die alles miteinander verbindet.
Die einzelnen Geschichten haben mein Lovecraft-Herz definitiv höher schlagen lassen. Viele davon waren atmosphärisch und richtig spannend. Gleichzeitig hat mich die Rahmengeschichte sehr neugierig auf die Sammlung der Crowley-Geschichten gemacht. Durch den episodischen Aufbau gab es allerdings auch deutliche Unterschiede: Einige Geschichten haben mir richtig gut gefallen, andere weniger. Mehr als die Hälfte fand ich wirklich stark, doch gegen Ende wurde es stellenweise etwas anstrengend. Deshalb reicht es für mich nicht ganz für die volle Punktzahl, da das Buch – trotz seiner eher kurzen Länge – die Spannung nicht bis zum Schluss durchgehend halten konnte.
Idee / Umsetzung
Der episodische Aufbau mit Patientenakten und einzelnen Geschichten ist sehr originell. Dadurch entsteht nach und nach ein interessantes Gesamtbild des Sanatoriums.
Spannung
Viele Episoden sind atmosphärisch und spannend, besonders für Lovecraft-Fans. Gegen Ende lässt die Spannung jedoch etwas nach.
Lesevergnügen
Der Wechsel zwischen einzelnen Geschichten sorgt für Abwechslung. Gleichzeitig führt er aber auch dazu, dass nicht jede Episode gleich gut funktioniert.
Charaktere
Die Figuren treten meist nur innerhalb ihrer eigenen Geschichten auf. Einige bleiben dennoch überraschend im Gedächtnis.
Schreibstil
Atmosphärisch und stark vom kosmischen Horror inspiriert. Der Stil passt sehr gut zur düsteren Grundstimmung des Buches.
Fazit:
Ein ungewöhnlicher Horrorroman mit vielen starken Episoden und klarer Lovecraft-Atmosphäre. Leider schwankt die Qualität der einzelnen Geschichten etwas, wodurch die Spannung gegen Ende nachlässt.
- Autor: Markus K. Korb & Tobias Bachmann
- Verlag: Atlantis Verlag
- Ausgabe: Taschenbuch
- Seiten: 230
| Idee/Umsetzung | |
| Spannung | |
| Lesevergnügen | |
| Charaktere | |
| Schreibstil | |
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Durchschnittlich
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