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Silber – das zweite Buch der Träume
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Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil… Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet.
Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett.
Wirklich unheimlich – noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht – ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat – wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen, ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen…
Meinung / Rezension
Bei Silber war ich anfangs fast ein bisschen eingeschüchtert. Die Edelstein-Trilogie hat mich damals so begeistert, dass ich hohe Erwartungen an weitere Bücher von Kerstin Gier hatte. Als mich Vergissmeinnicht dann nicht ganz so überzeugen konnte, hatte ich ehrlich gesagt Angst, dass es bei Silber ähnlich laufen würde.
Zum Glück war diese Sorge völlig unbegründet. Schon nach den ersten Seiten war ich mitten in der Geschichte und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Je weiter ich gelesen habe, desto weniger Zeit hatte ich leider dafür – und genau das war das Problem. Ich war so in der Geschichte drin, dass ich am liebsten immer weitergelesen hätte.
Zwischendurch musste ich immer wieder herzlich lachen und gegen Ende zog die Spannung noch einmal richtig an. Plötzlich war das Buch auch schon fertig.
Ich verstehe inzwischen absolut, warum so viele Grayson als Lieblingscharakter haben. Trotzdem muss ich gestehen, dass sich nach Band 1 Grayson und Henry bei mir den ersten Platz teilen.
Idee / Umsetzung
Die Traumwelt hebt sich angenehm von anderen Fantasy-Geschichten ab und sorgt für eine originelle Handlung, die sofort neugierig macht.
Spannung
Die Geschichte nimmt sich Zeit für den Aufbau, verliert dabei aber nie ihren Reiz. Gegen Ende zieht die Spannung noch einmal deutlich an.
Lesevergnügen
Ein Buch, das mich schon nach wenigen Seiten gepackt hat und das ich am liebsten in einem Rutsch gelesen hätte.
Charaktere
Die Figuren waren sympathisch und haben viel zur Geschichte beigetragen. Besonders Henry und Grayson konnten mich überzeugen.
Schreibstil
Kerstin Giers Schreibstil ist locker, humorvoll und angenehm flüssig. Dadurch fliegen die Seiten nur so dahin.
Fazit:
Nach diesem ersten Band war für mich sofort klar, dass ich weiterlesen muss. Silber hat mich positiv überrascht und meine Zweifel nach Vergissmeinnicht vollständig ausgeräumt.
- Autor: Kerstin Gier
- Verlag: Fischer
- Ausgabe: Taschenbuch
- Seiten: 416
| Idee/Umsetzung | |
| Spannung | |
| Lesevergnügen | |
| Charaktere | |
| Schreibstil | |
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Durchschnittlich
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