
Die Insel des Dr. Moreau
22. September 2026
Seit der Tod Signa verlassen hat, ist sie am Boden zerstört. Doch schon betritt sein Bruder Schicksal die Bühne. Da der Tod ihm seine Geliebte genommen hat, ist er auf Rache aus und spinnt Signa in ein gefährliches Netz aus Lügen und Intrigen ein. Als ihr Onkel Elijah für einen Mord angeklagt wird, den er nicht begangen hat, müssen sich die drei zusammentun, um die Familie zu retten. Und Signa muss sich darüber klar werden, wo ihre Gefühle und Loyalitäten liegen…
Meinung / Rezension
Nachdem mich Belladonna so begeistern konnte, war natürlich klar, dass ich unbedingt wissen wollte, wie es mit Signa, dem Tod und den anderen Charakteren weitergeht. Foxglove startet auch direkt spannend und ich war schnell wieder in der Geschichte angekommen.
Im weiteren Verlauf verlagert sich der Fokus allerdings stärker auf die persönlichen Entwicklungen und Beziehungen der Charaktere. Dabei passiert durchaus einiges und auch diese Seite der Geschichte hat mir gut gefallen. Trotzdem konnte mich Foxglove nicht ganz so sehr fesseln wie sein Vorgänger.
Woran das genau lag, kann ich im Nachhinein allerdings gar nicht eindeutig sagen. Ich war während des Lesens krank und entsprechend nicht gerade in meiner besten Verfassung. Ob mir deshalb einfach die Konzentration und der Sog beim Lesen gefehlt haben oder ob die Spannung im Mittelteil für mich tatsächlich etwas nachgelassen hat, lässt sich schwer beurteilen. Fakt ist aber, dass ich bei Belladonna deutlich stärker das Gefühl hatte, vollkommen in der Geschichte zu versinken.
Das bedeutet allerdings nicht, dass mir Foxglove nicht gefallen hätte. Gerade die persönlichen Entwicklungen fand ich interessant und ich mochte es, mehr Zeit mit den Charakteren zu verbringen. Nur das Verhältnis zwischen diesen ruhigeren Teilen und der eigentlichen Spannung hat für mich dieses Mal nicht ganz so gut funktioniert wie im ersten Band.
Gegen Ende war davon dann sowieso nicht mehr viel zu merken. Die Geschichte zieht wieder deutlich an und spätestens beim Ende war meine Neugier auf den nächsten Band vollständig zurück. Ich möchte unbedingt wissen, wie es weitergeht und was die Geschichte noch für Signa und die anderen bereithält.
Idee / Umsetzung
Die Geschichte knüpft an Belladonna an, entwickelt sich aber stärker über die Charaktere und ihre persönlichen Beziehungen weiter. Das hat mir grundsätzlich gut gefallen, auch wenn mich die Umsetzung dieses Mal nicht ganz so stark gepackt hat.
Spannung
Der Anfang und besonders das Ende konnten mich wieder richtig fesseln. Dazwischen hatte die Geschichte für mich allerdings weniger Sog als der erste Band.
Lesevergnügen
Ich habe Foxglove gerne gelesen, konnte aber nicht so vollkommen darin versinken wie bei Belladonna. Wie viel davon dem Buch und wie viel meiner Erkältung geschuldet war, kann ich allerdings nicht eindeutig sagen.
Charaktere
Die Charaktere und ihre persönlichen Entwicklungen bekommen viel Raum, was mir gut gefallen hat. Gerade dadurch lernt man sie und ihre Beziehungen noch einmal von einer anderen Seite kennen.
Schreibstil
Auch Foxglove liess sich wieder angenehm lesen und die besondere Atmosphäre der Reihe funktioniert weiterhin sehr gut.
Fazit:
Foxglove konnte mich nicht ganz so begeistern wie Belladonna, ist für mich aber trotzdem eine gelungene Fortsetzung. Besonders die persönlichen Entwicklungen haben mir gefallen, auch wenn mir zwischendurch etwas von dem Sog des ersten Bandes gefehlt hat. Spätestens das spannende Ende hat aber dafür gesorgt, dass ich unbedingt wissen möchte, wie die Geschichte weitergeht.
- Autor: Adalyn Grace
- Verlag: arsedition
- Ausgabe: Taschenbuch
- Seiten: 416
| Idee/Umsetzung | |
| Spannung | |
| Lesevergnügen | |
| Charaktere | |
| Schreibstil | |
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Durchschnittlich
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