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Dawn will an ihrer neuen Schule vor allem eins: unsichtbar bleiben. Doch die glänzende Spitze der sozialen Elite entdeckt sie – und plötzlich steht sie zwischen perfekt lächelnden Cheerleaderinnen, giftigen Blicken und einer Welt, in der Nähe immer auch eine Drohung ist. Während Dawn versucht, dazuzugehören, spürt sie, dass unter dem glatten Schulalltag etwas Böses brodelt. Ausgerechnet Isaac, der stille, geheimnisvolle Außenseiter, scheint mehr zu wissen, als er sagt. Und als ein Mord geschieht, erkennt Dawn: Hinter jedem hübschen Gesicht kann ein Monster lauern. Und manche jagen im Verborgenen.
Meinung / Rezension
Ich hatte gerade richtig Lust auf einen YA-Thriller, der ein bisschen in Richtung A Good Girl’s Guide to Murder geht. Genau deshalb habe ich zu Perfect Little Monsters gegriffen und eigentlich auch ziemlich genau das bekommen, worauf ich gehofft hatte.
Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wobei Dawn und Hannah im Mittelpunkt stehen. Anfangs stehen ihre Erzählstränge noch ziemlich für sich und ich habe mich natürlich gefragt, wie das alles zusammengehört. Nach und nach bekommt man aber immer mehr Hinweise und langsam entsteht ein Bild davon, wie die beiden Geschichten miteinander verbunden sein könnten.
Besonders viel Spass hatte ich mit all den kleinen Geheimnissen, die im Laufe der Geschichte ans Licht kommen. Gefühlt hat hier jeder irgendetwas zu verbergen und mit jeder neuen Enthüllung verändert sich das Bild wieder ein wenig. Dadurch hatte ich natürlich genug Material, um meine eigenen Theorien aufzustellen und zu überlegen, was tatsächlich passiert sein könnte.
Die Auflösung des eigentlichen Falls fand ich dann auch richtig spannend. Trotzdem war es ausgerechnet das Ende, das mir am meisten im Gedächtnis geblieben ist. Denn normalerweise habe ich bei Thrillern zumindest irgendeine Theorie. Vielleicht stimmt sie nicht komplett, vielleicht liege ich nur mit einer Kleinigkeit richtig, aber irgendetwas habe ich meistens im Kopf.
Hier? Nichts.
Ich habe dieses Ende wirklich nicht einmal ansatzweise kommen sehen. Rückblickend ergeben die einzelnen Puzzleteile plötzlich ein ganz anderes Bild, aber während des Lesens war ich vollkommen auf einer anderen Spur. Und genau solche Momente liebe ich bei Thrillern. Wenn eine Auflösung nicht einfach nur deshalb überraschend ist, weil sie vollkommen aus dem Nichts kommt, sondern ich danach dasitze und mich frage, wie ich das bitte nicht sehen konnte, hat ein Thriller bei mir schon ziemlich viel richtig gemacht.
Perfect Little Monsters war damit genau das Buch, auf das ich gerade Lust hatte. Ein unterhaltsamer YA-Thriller mit verschiedenen Perspektiven, vielen kleinen Geheimnissen und einer Auflösung, bei der ich fleissig miträtseln konnte. Dass mich das Ende dann auch noch so vollkommen erwischt hat, war definitiv das Highlight.
Idee / Umsetzung
Die verschiedenen Perspektiven und zunächst getrennten Erzählstränge haben für mich sehr gut funktioniert. Besonders mochte ich, wie sich nach und nach erkennen liess, wie alles miteinander zusammenhängen könnte.
Spannung
Durch die vielen Geheimnisse und neuen Informationen gab es immer wieder etwas zu rätseln. Besonders die Auflösung und das Ende konnten mich noch einmal richtig packen.
Lesevergnügen
Ich wollte einen unterhaltsamen YA-Thriller mit A Good Girl’s Guide to Murder-Vibes und genau das habe ich bekommen. Das Rätseln und die vielen kleinen Enthüllungen haben mir richtig Spass gemacht.
Charaktere
Durch die unterschiedlichen Perspektiven lernt man die Figuren nach und nach besser kennen und merkt gleichzeitig, dass längst nicht jeder alles von sich preisgibt. Gerade die Geheimnisse der einzelnen Charaktere machen einen grossen Teil des Reizes aus.
Schreibstil
Die verschiedenen Perspektiven liessen sich gut voneinander unterscheiden und die Geschichte angenehm lesen. Auch die langsame Annäherung der zunächst getrennten Handlungsstränge hat für mich gut funktioniert.
Fazit:
Perfect Little Monsters war genau der YA-Thriller, auf den ich gerade Lust hatte. Verschiedene Perspektiven, jede Menge Geheimnisse und genug Möglichkeiten, um selbst mitzurätseln. Die Auflösung des Falls fand ich bereits spannend, aber mit diesem Ende hatte ich wirklich überhaupt nicht gerechnet. Und wenn mich ein Thriller derart kalt erwischt, bin ich glücklich.
- Autor: Cindy R.X. He
- Verlag: Thienemann
- Ausgabe: Hardcover
- Seiten: 384
| Idee/Umsetzung | |
| Spannung | |
| Lesevergnügen | |
| Charaktere | |
| Schreibstil | |
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Durchschnittlich
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