
Tief unten im dunklen Wasser
14. Juli 2026
Die Schwestern Kayla und Kylie ziehen mit ihren Eltern nach Huntsville in ein neues Zuhause.
Als Kylie von der geheimnisvollen Emily zu einem alten Spielplatz geführt wird, ahnt sie nichts von der gefährlichen Vergangenheit des Ortes.
Der Spielplatz grenzt an einen alten Friedhof. Dort wurden früher viele Kinder beerdigt, die an der Spanischen Grippe starben. Aber auch die Opfer eines grausamen Serienmörders.
Es heißt, der Spielplatz wird von ihren ruhelosen Seelen heimgesucht: Nachts hört man geisterhaftes Kichern und es breitet sich eisige Kälte aus, während sich die Schaukeln von selbst bewegen.
Dann befällt ein mysteriöses Fieber die Kinder von Huntsville. Und der längst tot geglaubte Mörder kehrt zurück…
Eine schaurige Geistergeschichte, inspiriert von einer urbanen Legende über einen echten Friedhof in Alabama.
Meinung / Rezension
Es gibt verschiedene Faktoren, die eine Geistergeschichte erfüllen muss, um bei mir als gut zu gelten. Dieses Buch startet bereits vor der ersten Seite damit, dass die Geschichte auf einem echten Friedhof in Alabama beruht. Das ist für mich schon der erste Pluspunkt. Hinzu kommt, dass sich die Geschichte nicht in das übliche Raster zwängen lässt. Der Autor hat das Rad natürlich nicht neu erfunden, aber er hat teilweise wirklich unkonventionelle Ansätze gewählt, die das Buch aus der Masse hervorheben.
Das Buch setzt nicht nur auf den Gruselaspekt, von dem es durchaus genug gibt, sondern legt auch Wert darauf, dass der Leser miträtseln kann. Es wirft immer wieder Fragen auf und gibt gleichzeitig dezente Hinweise, die einen daran zweifeln lassen, ob wirklich alles so ist, wie es scheint. Trotz all dem Rätselraten kommt die Spannung nie zu kurz. Das Buch entwickelte eine richtige Sogwirkung und liess mich auch zwischen den einzelnen Leseabschnitten immer wieder darüber nachdenken.
Und dann kam das Ende… Es hat mich emotional völlig überrascht. Ich verstehe bis heute nicht, weshalb der Autor genau dieses Ende gewählt hat, aber eines ist sicher: Es hat mich definitiv nicht kaltgelassen.
Idee / Umsetzung
Eine Geistergeschichte, die sich angenehm vom Gewohnten abhebt und mit einigen unkonventionellen Ideen überrascht.
Spannung
Viele offene Fragen und geschickt platzierte Hinweise sorgen dafür, dass man bis zum Schluss miträtselt.
Lesevergnügen
Durch die starke Atmosphäre und die Sogwirkung fiel es mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen.
Charaktere
Die Figuren und ihre Schicksale verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe und machen sie mehr als nur eine klassische Gruselgeschichte.
Schreibstil
Flüssig, atmosphärisch und genau passend für eine Geschichte, die von Geheimnissen und düsteren Ereignissen lebt.
Fazit:
Eine Geistergeschichte, die nicht nur mit Grusel, sondern auch mit einer spannenden Handlung und einem überraschend emotionalen Ende überzeugt.
- Autor: James Kaine
- Verlag: Festa Verlag
- Ausgabe: e-book
- Seiten: 320
| Idee/Umsetzung | |
| Spannung | |
| Lesevergnügen | |
| Charaktere | |
| Schreibstil | |
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Durchschnittlich
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