
Der Junge im gestreifen Pyjama
21. August 2026
Ein Virus – so tödlich, dass Ebola dagegen wie ein leichter Schnupfen wirkt – rafft die amerikanische Bevölkerung in Rekordgeschwindigkeit dahin. Als ob das noch nicht schlimm genug wäre, kehren die an der Krankheit Verstorbenen zurück, bedrohen die wenigen Überlebenden und hinterlassen eine Spur des Chaos und der Verwüstung. In der zerstörten Zivilisation gilt nun nur noch eine Regel: Überleben, koste es, was es wolle! Die letzte Hoffnung der Regierung ist eine strategisch geplante Militäroperation. Als diese scheitert, breitet sich das Virus über den gesamten Erdball aus und der Untergang der Menschheit hat begonnen…
Meinung / Rezension
Die Jahre der Toten ist mittlerweile schon etwas älter und entsprechend war ich gespannt, wie gut die Geschichte heute noch funktioniert. Die Zombiegeschichte wird hier definitiv nicht neu erfunden und vieles kennt man in ähnlicher Form bereits aus anderen Büchern des Genres. Trotzdem hat mich die Geschichte sehr gut unterhalten.
Besonders interessant fand ich, dass die Krankheit im Buch immer wieder mit realen Viren und Epidemien in Verbindung gebracht wird. Gerade aus heutiger Sicht liest man solche Stellen natürlich noch einmal ganz anders als zur damaligen Veröffentlichung. Dadurch hatte die Geschichte für mich stellenweise einen ziemlich erschreckenden Realitätsbezug.
Was das Buch für mich aber hauptsächlich ausgemacht hat, waren die Menschen hinter der eigentlichen Geschichte. Man begleitet viele verschiedene Charaktere und bekommt dadurch unterschiedliche Perspektiven auf die Ereignisse. Die Figuren waren interessant und ihre Geschichten gut erzählt, sodass ich gerne verfolgt habe, wie es mit ihnen weitergeht.
Einen Teil des Buches habe ich ausserdem als Hörbuch gehört, während ich nebenbei anderen Hobbys nachgegangen bin. Dafür hat es erstaunlich gut funktioniert. Obwohl es verschiedene Charaktere und Handlungsstränge gibt, konnte ich der Geschichte problemlos folgen und musste mich nicht permanent darauf konzentrieren, bloss nichts zu verpassen.
Nach dem ersten Band bin ich jedenfalls sehr gespannt, wie es weitergehen wird. Noch bewegt sich die Geschichte für mich ziemlich stark auf bekannten Zombiepfaden. Deshalb interessiert mich besonders, ob die Reihe in Band 2 noch eine eigene Richtung einschlagen wird oder ob es letztlich bei einer eher klassischen Aufarbeitung des Genres bleibt.
Idee / Umsetzung
Eine klassische Zombiegeschichte mit verschiedenen Perspektiven und einem interessanten Blick auf die Entstehung und Ausbreitung der Krankheit. Neu erfunden wird das Genre bisher nicht, gut umgesetzt ist es trotzdem.
Spannung
Die verschiedenen Charaktere und Handlungsstränge sorgen dafür, dass immer etwas passiert und ich wissen wollte, wie es mit den einzelnen Personen weitergeht.
Lesevergnügen
Sowohl gelesen als auch gehört hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Gerade als Hörbuch konnte ich der Geschichte auch nebenbei erstaunlich problemlos folgen.
Charaktere
Die unterschiedlichen Figuren sind eine der grössten Stärken des Buches. Durch die vielen Perspektiven bekommt man verschiedene Einblicke in die Ereignisse.
Schreibstil
Angenehm und unkompliziert zu lesen. Trotz der verschiedenen Handlungsstränge hatte ich keine Mühe, der Geschichte zu folgen.
Fazit:
Die Jahre der Toten erfindet die Zombiegeschichte nicht neu, hat mich aber trotzdem sehr gut unterhalten. Vor allem die verschiedenen Charaktere und ihre Geschichten haben für mich funktioniert. Nach Band 1 bin ich nun besonders gespannt, ob die Reihe im weiteren Verlauf noch etwas Eigenständiges entwickelt oder auf den bekannten Pfaden des Genres bleibt.
- Autor: Z. A. Recht
- Verlag: Heyne
- Ausgabe: e-book
- Seiten: 449
| Idee/Umsetzung | |
| Spannung | |
| Lesevergnügen | |
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Durchschnittlich
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