
Rush In
20. August 2026
Moonstone
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Was tust du, wenn dir eine Stunde bleibt, um dein ungeborenes Kind zu retten?
Innerhalb weniger Wochen wird Massachusetts von einem heimtückischen, tollwutähnlichen Virus überrannt. Im Gegensatz zu Tollwut hat die Krankheit eine erschreckend kurze Inkubationszeit. Die Infizierten verlieren den Verstand und werden dazu getrieben, andere zu beißen und anzustecken, bevor sie unweigerlich dem Tod erliegen.
Mitten im Chaos erreicht die Kinderärztin Ramola »Rams« Sherman der Anruf, den sie am meisten gefürchtet hat: Der Mann ihrer besten Freundin Natalie wurde von einem Infizierten zerfleischt und die schwangere Frau beim Versuch, ihn zu retten, selbst gebissen. Die einzige Überlebenschance für Natalie und ihr ungeborenes Kind besteht darin, so schnell wie möglich eine Tollwutimpfung zu erhalten.
Als trotz Quarantäne und Ausgangssperre die Gesellschaft zusammenbricht und die Notfallprotokolle der Regierung versagen, wird der Überlebenskampf der beiden Freundinnen zu einer verzweifelten Odyssee, die ihre schlimmsten Albträume noch übertrifft.
SURVIVOR SONG ist ein Roman über die brutalste Uhr, gegen die zwei Frauen je gelaufen sind – und über eine Freundschaft, die jede Sekunde wert ist.
Meinung / Rezension
Survivor Song versprach mir, einmal ein etwas anderer „Zombie“-Roman zu werden. Und genau das war er auch, denn Zombies im ursprünglichen Sinn gibt es hier eigentlich gar nicht.
Die Geschichte weist sehr starke Parallelen zur Corona-Pandemie auf, nur dass das Virus hier ein deutlich höheres Tödlichkeitsrisiko mit sich bringt. Gerade durch alles, was wir während der Pandemie selbst erlebt haben und was damals schiefgelaufen ist, bekam die Geschichte für mich noch einmal eine ganz andere Ebene. Man sieht gewisse Entscheidungen und Entwicklungen und kann teilweise schon vorausahnen, was daraus entstehen wird.
Die Spannung ist von Anfang an vorhanden und bleibt es für mich auch bis zum Schluss. Die Situation spitzt sich immer weiter zu und durch die schnelle Ausbreitung des Virus bleibt kaum Zeit zum Durchatmen.
Trotzdem kann ich nicht genau benennen, warum es für mich am Ende nicht ganz für fünf Sterne gereicht hat. Eigentlich fand ich das Buch richtig gut und kann auch keinen grossen Kritikpunkt nennen. Für die volle Punktzahl hat mir einfach dieses gewisse Etwas gefehlt.
Gerade bei dieser Ausgangslage wäre für mich das Potenzial vorhanden gewesen, ein richtig beklemmendes Gefühl auszulösen. Genau das ist allerdings nicht passiert. Die Geschichte konnte mich fesseln und überzeugen, emotional hat sie mich aber nicht ganz so stark getroffen, wie ich es mir gewünscht hätte.
Idee / Umsetzung
Eine etwas andere Interpretation einer Zombiegeschichte, die durch den Virus und seine gesellschaftlichen Auswirkungen erschreckend real wirkt.
Spannung
Von Anfang bis Ende vorhanden. Die rasante Ausbreitung des Virus lässt der Geschichte kaum Zeit zum Stillstand.
Lesevergnügen
Ein Buch, das mich durchgehend gefesselt hat, dem für die volle Punktzahl aber das gewisse Etwas gefehlt hat.
Charaktere
Die Charaktere und ihre Entscheidungen wirken menschlich und tragen viel dazu bei, die Auswirkungen der Situation greifbar zu machen.
Schreibstil
Flüssig und angenehm zu lesen. Die Geschichte kommt schnell voran und verliert sich nicht in unnötigen Längen.
Fazit:
Survivor Song konnte mich mit seiner etwas anderen Interpretation einer Zombiegeschichte und der durchgehenden Spannung überzeugen. Für fünf Sterne hätte die Geschichte bei mir allerdings noch etwas mehr auslösen müssen. Gerade das beklemmende Gefühl, für das die Ausgangslage so viel Potenzial geboten hätte, hat mir am Ende ein wenig gefehlt.
- Autor: Paul Tremblay
- Verlag: Buchheim
- Ausgabe: Hardcover
- Seiten: 312
| Idee/Umsetzung | |
| Spannung | |
| Lesevergnügen | |
| Charaktere | |
| Schreibstil | |
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Durchschnittlich
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