
Belladonna
7. September 2026
Ihr habt euch so auf diese Auszeit gefreut. Und landet im schlimmsten Albtraum.
Der neue Psycho-Thriller von Nr.1-Bestseller-Autor Arno Strobel
Katja und Marcel sind bester Laune, als sie an diesem Freitag mit dem Auto aufbrechen. Eine kleine Auszeit über das verlängerte Wochenende, einfach mal ausspannen. Doch beim kurzen Halt an einer Raststätte wird ihnen das Gepäck aus dem Kofferraum gestohlen. Zum Glück hat Katja einen kleinen GPS-Tracker in den Koffer gelegt, über den sie ihn orten kann. Und tatsächlich, auf der Karte in der App sehen sie ihn als blauen Punkt, wie er sich eben der Autobahnauffahrt nähert. Ohne gross nachzudenken, folgen sie dem Wagen, in dem sie ihr Gepäck vermuten. Doch dann ist es zu spät – sie sitzen in der Falle. Denn jemand hat sie absichtlich an diesen Ort gelockt. Und ihr schlimmster Albtraum beginnt genau jetzt…
Meinung / Rezension
Arno Strobel ist einer der Autoren, bei denen ich die neuen Thriller meistens kaufe, ohne überhaupt den Klappentext zu lesen. Abgesehen von der Ungelöst-Reihe habe ich, glaube ich, so ziemlich jeden seiner Thriller gelesen. Entsprechend blieb auch Happy Weekend nicht lange auf meinem SuB. Denn wenn ich über Strobel eines weiss, dann, dass ich seine Bücher meistens in Windeseile durchhabe.
Schon beim Prolog fiel mir auf, dass diese Geschichte für Strobel doch eher brutal ausfällt. Nicht, dass mir das etwas ausmachen würde, ich bin da ganz andere Kaliber gewohnt. Trotzdem ist es mir aufgefallen, weil ich diese Härte von seinen Thrillern in dieser Form nicht unbedingt gewohnt bin.
Die Geschichte an sich fand ich recht spannend und ich wollte natürlich wissen, was hinter allem steckt. Allerdings hatte ich schon relativ früh einen Verdacht. Der hat sich zunächst zwar nicht wirklich erhärtet, blieb aber die ganze Zeit in meinem Hinterkopf und stellte sich schlussendlich als komplett richtig heraus. Das fand ich ein bisschen schade, denn normalerweise überraschen mich Strobels Auflösungen deutlich mehr.
Natürlich kann man sagen, dass eine gewisse Anzahl gelesener Thriller irgendwann dabei hilft, die richtigen Spuren zu erkennen. Trotzdem liege ich normalerweise nicht gleich komplett richtig, sondern habe höchstens einen ungefähren Ansatz oder verdächtige mal wieder die vollkommen falsche Person. Dieses Mal war ich der tatsächlichen Auflösung leider deutlich näher.
Das bedeutet allerdings nicht, dass ich das komplette Ende vorhergesehen hätte. Es gab durchaus noch einige Punkte und Entwicklungen, die ich nicht auf dem Schirm hatte. Auch das Ende selbst fällt für einen Strobel Roman ziemlich hart aus und konnte mich noch einmal überraschen.
Mit Marcel bin ich hingegen nicht ganz so warm geworden, wie ich es mir gewünscht hätte. Je weiter die Geschichte voranschritt, desto unsympathischer wurde er mir. Das hat zwar nicht verhindert, dass ich wissen wollte, wie die Geschichte ausgeht, aber wirklich mit ihm mitzufiebern fiel mir zunehmend schwer.
Alles in allem hat mich Happy Weekend trotzdem wieder gut unterhalten und war genau so schnell gelesen, wie ich es von Strobel gewohnt bin.
Idee / Umsetzung
Die Grundidee hat mir gut gefallen und bietet genügend Möglichkeiten für Geheimnisse und falsche Spuren. Für meinen Geschmack liess sich eine entscheidende Spur dieses Mal allerdings etwas zu früh erkennen.
Spannung
Auch wenn ich mit meinem Verdacht ziemlich früh richtig lag, wollte ich wissen, wie alles zusammenhängt. Gerade gegen Ende wird die Geschichte noch einmal deutlich härter.
Lesevergnügen
Ein typischer Strobel für mich, wenn es darum geht, wie schnell ich durch die Seiten komme. Die vorhersehbarere Auflösung und meine Schwierigkeiten mit Marcel haben das Lesevergnügen allerdings etwas gebremst.
Charaktere
Mit Marcel wurde ich leider nicht richtig warm und fand ihn im Laufe der Geschichte sogar zunehmend unsympathisch. Die übrigen Figuren und die Frage, wem man überhaupt trauen kann, haben dafür genügend Stoff zum Rätseln geboten.
Schreibstil
Strobels Schreibstil lässt mich wie gewohnt sehr schnell durch die Geschichte kommen. Auch Happy Weekend liest sich flüssig und unkompliziert.
Fazit:
Happy Weekend hat mich gut unterhalten und war wieder einmal ein Thriller, den ich in kürzester Zeit verschlungen habe. Dieses Mal fehlte mir allerdings ein wenig der Überraschungseffekt, den ich von Strobel gewohnt bin, da sich mein früher Verdacht am Ende tatsächlich als richtig herausstellte. Trotzdem gab es noch Entwicklungen, die ich nicht kommen sah, und gerade das ziemlich harte Ende hatte noch einiges zu bieten. Für mich nicht sein stärkster Thriller, aber definitiv wieder einer, den ich gerne gelesen habe.
- Autor: Arno Strobel
- Verlag: Fischer
- Ausgabe: Taschenbuch
- Seiten: 368
| Idee/Umsetzung | |
| Spannung | |
| Lesevergnügen | |
| Charaktere | |
| Schreibstil | |
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Durchschnittlich
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