Herausgeber:
Festa Verlag

Seiten:
576 Seiten

Inhalt
Ein schauriges Spektakel in grellen Farben.

Als die brutalen Frevel des scheinheiligen Dominikanermönches Ambrosio ans Licht kommen, ist er aus Furcht vor der Inquisition gezwungen, einen Pakt mit dem Teufel einzugehen. Doch statt des erhofften Seelenheils erwartet den Sünder die ewige Höllenpein …

Trotz seiner Veröffentlichung vor über 220 Jahren ist DER MÖNCH überraschend kraftvoll und modern geschrieben. Ebenso ungewöhnlich für die damalige Zeit ist die scharfe Kritik an der Kirche: Lewis zeigt die Männer der geistlichen Macht als verkommene Heuchler – und als unwissende Diener des Teufels.
Auch die Gewaltdarstellung ist drastisch und macht den Roman zu einem der ersten Vertreter des Extreme Horror.

Wer sich für die Frühzeit des Horrorgenres interessiert, dem sei DER MÖNCH empfohlen. Den Leser erwartet Fantastik vom Feinsten – ein Leckerbissen, wie er selten geboten wird.

Meinung / Rezension
Das Buch hat eine wunderbare Aufmachung. Sowohl die Bilder darin und auf dem Umschlag, als auch der schwarz eingefärbte Buchschnitt ergeben ein wahrliches Schmuckstück. Direkt am Anfang ist das 15 seitige Vorwort von Stephen King. Wer das Buch noch nicht gelesen hat, sollte aber das Vorwort überspringen und erst zum Schluss lesen, wie es in der Fussnote angegeben ist, denn das Vorwort verrät zu viel. Ich finde die Geschichte wirklich sehr beachtenswert und spannend. Trotz des Alters des Buches ist der Schreibstil sehr angenehm. Man muss sich darauf einlassen und ein paar Seiten braucht man um hinein zu kommen, aber von da an hat man keinerlei Probleme mehr. Grusel und Horror habe ich im Buch eher nicht gefunden, mir ist aber auch klar dass die Vorstellungen von Horror 1796 ganz anders waren, als die heutigen. Es gibt eine kleine „Gespenstergeschichte“ im zweiten Teil des Buches und am Schluss wird es auch nochmals „brutal“ im Vergleich zum restlichen Buch. Es war definitiv ein Buch, das mich gefesselt hat.

Bewertung