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Ein echter Lacombe der unheimlichen Art Benjamin Lacombe ist schon seit langer Zeit ein grosser Fan der Kultur Japans, in der modernste Technik mit der Vorstellung einer von Geistern belebten Natur einhergeht. So war es unausweichlich, dass er irgendwann auf die berühmte Sammlung japanischer Gespenstergeschichten von Lafcadio Hearn stiess. Besonders dürfte ihn die Geschichte fasziniert haben, in der ein Junge aus dem Tempel gewiesen wird, in dem er zum Priester ausgebildet werden soll, weil er fortwährend zeichnet. In seiner letzten Nacht im Tempel, bevor ihn der Priester mit dem Rat nach Hause schickt, doch besser Künstler zu werden, hört der Junge den Lärm eines schrecklichen Gemetzels. Als er sich schliesslich aus seinem Versteck wagt, sieht er einen riesigen Rattendämon in seinem Blut liegen. Die vielen Katzen, die er während der Lehrstunden gezeichnet hatte, haben dem Dämon den Garaus gemacht. Seine Zeichenkunst hat dem Jungen Macht über Dämonen gegeben!
Meinung / Rezension
Ich habe dieses Buch gesehen und musste es sofort haben. Einerseits liebe ich Geistergeschichten, andererseits fasziniert mich Japan – und wenn dann auch noch Benjamin Lacombe beteiligt ist, bin ich ohnehin sofort dabei. Schon optisch macht das Buch unglaublich viel her und wirkt auf den ersten Blick sehr hochwertig. Die Geschichten selbst haben mich ebenfalls überzeugt: Keine davon kannte ich bereits, und jede einzelne war auf ihre Weise spannend und unterhaltsam. Eine klare Lieblingsgeschichte auszuwählen fällt schwer, da mir wirklich alle gefallen haben. Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich wohl „Das Gespenst mit dem abgetrennten Kopf“ nennen – aber eigentlich haben alle Geschichten ihren eigenen Reiz.
Idee / Umsetzung
Eine wunderschöne Sammlung klassischer japanischer Geistergeschichten. Die Kombination aus Texten und Gestaltung macht das Buch zu etwas Besonderem.
Spannung
Die Geschichten sind kurz, aber sehr atmosphärisch und spannend erzählt. Jede von ihnen hat ihren eigenen kleinen Gänsehautmoment.
Lesevergnügen
Die Erzählungen sind abwechslungsreich und durchweg unterhaltsam. Dadurch liest sich das Buch sehr angenehm Stück für Stück.
Charaktere
Die Figuren stehen weniger im Mittelpunkt als die Geschichten selbst. Trotzdem bleiben einige Begegnungen und Gestalten im Gedächtnis.
Schreibstil
Der Stil wirkt ruhig und märchenhaft, was hervorragend zur Atmosphäre der Geschichten passt. Dadurch entsteht eine sehr besondere Stimmung.
Fazit:
Eine wunderschöne Sammlung japanischer Geistergeschichten, die sowohl inhaltlich als auch optisch überzeugt. Für Fans von Geistergeschichten und japanischer Folklore ein echtes Highlight.
- Autor: Lafcadio Hearn
- Verlag: Jacoby & Stuart
- Ausgabe: Hardcover
- Seiten: 192
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Durchschnittlich
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