
Survivor Song
20. August 2026
Benimm dich anständig. Hüte dich vor dem Mond. Und verlass NIEMALS das Haus bei Nacht.
Camille wird zu ihrer Patentante und deren Tochter Lucy geschickt, die in einem kleinen Haus im Wald wohnen. Weit weg vom Komfort der Stadt muss sie sich nun den strengen Regeln ihrer Tante fügen.
Camille hat noch nie zuvor jemanden wie Lucy getroffen, ein blasses, kränkliches Mädchen, das von Sternen träumt, aber den Wald nie verlassen hat. Als sich die beiden anfreunden, häufen sich unheimliche Ereignisse: Mysteriöse Tode, Kratzspuren an den Türen und in den Nächten hallt das schreckliche Heulen einer unbekannten Kreatur durch den Wald.
Sollte Camille mehr Angst vor dem haben, was sich in der Dunkelheit verbirgt – oder vor sich selbst?
Meinung / Rezension
Um Moonstone bin ich in den letzten Monaten immer wieder herumgeschlichen. Irgendwie wollte ich mir das Buch für einen besonderen Moment aufheben. Nun war die Zeit aber gekommen und ich wollte es endlich lesen.
Also habe ich mich hingesetzt und mir gedacht, dass ich einfach mal die ersten ein bis zwei Kapitel lese. Als ich das erste Mal wieder richtig vom Buch aufgesehen habe, hatte ich bereits die Hälfte gelesen. Mehr muss man über die Sogwirkung der Geschichte eigentlich kaum sagen.
Worauf die Geschichte hinauslaufen wird, wird lange nicht offensichtlich ausgesprochen. Trotzdem hätte vermutlich selbst jemand, der sich mit dem Thema überhaupt nicht auskennt, ziemlich schnell die richtigen Schlüsse gezogen. Für mich hat das der Spannung allerdings überhaupt nicht geschadet. Ganz im Gegenteil: Dadurch ging das Rätseln erst richtig los. Ich hatte zwar eine ziemlich klare Vermutung, wollte nun aber unbedingt herausfinden, ob ich damit tatsächlich richtiglag und wie sich alles entwickeln würde.
Nur mit Camille hatte ich so meine Probleme. Sie ging mir teilweise wirklich tierisch auf den Zeiger. Natürlich ist sie ein Mädchen von gewissem Rang und wurde entsprechend erzogen, aber ihre naive und selbstbezogene Art war für mich irgendwann nur noch schwer auszuhalten. Es ist durchaus denkbar, dass sie ganz bewusst genau so geschrieben wurde. Sympathischer hat sie das für mich allerdings nicht gemacht.
Und deshalb muss Moonstone trotz seiner enormen Sogwirkung einen kleinen Abzug hinnehmen.
Idee / Umsetzung
Die Geschichte verrät lange nicht offen, worauf sie hinauswill, gibt aber genügend Hinweise, um selbst miträtseln zu können.
Spannung
Dass ich eigentlich nur ein bis zwei Kapitel lesen wollte und beim nächsten Blick bereits die Hälfte des Buches durch hatte, sagt wohl alles.
Lesevergnügen
Eine enorme Sogwirkung, die lediglich durch meine Probleme mit der Hauptprotagonistin etwas getrübt wurde.
Charaktere
Camille war für mich leider der grosse Schwachpunkt. Ihre naive und selbstbezogene Art hat mich zunehmend genervt.
Schreibstil
Flüssig und fesselnd geschrieben. Einmal angefangen, fiel es mir unglaublich schwer, das Buch wieder aus der Hand zu legen.
Fazit:
Moonstone hat genau die Sogwirkung entwickelt, die ich mir davon erhofft hatte. Auch wenn ich früh eine Vermutung hatte, wollte ich unbedingt wissen, ob ich richtiglag. Ohne Camille hätte die Geschichte bei mir vermutlich noch besser abgeschnitten, denn mit ihr bin ich bis zum Schluss nicht richtig warm geworden.
- Autor: Laura Purcell
- Verlag: Festa Verlag
- Ausgabe: Hardcover
- Seiten: 384
| Idee/Umsetzung | |
| Spannung | |
| Lesevergnügen | |
| Charaktere | |
| Schreibstil | |
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Durchschnittlich
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